Flasbarth: Normverbrauch muss realistischer werden
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Neuer weltweiter Verbrauchswert bis Ende nächsten Jahres
Der von Autoherstellern angegebene Normverbrauch von Neuwagen soll nach Aussage des Chefs des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, deutlich realistischer werden. Die Normverbräuche, die unter optimalen und unrealistischen Bedingungen auf Testständen ermittelt werden, hätten wenig mit der Realität zu tun, kritisiert Flasbarth im Gespräch mit der Zeitschrift AUTOStraßenverkehr. „Klar ist, dass die Hersteller für den NEFZ-Verbrauchswert an einigen Stellschrauben drehen. Während der Messung herrschen dann – durchaus legal – allzu ideale Bedingungen: Die Batterie ist bis zum Anschlag geladen, die Reifen haben vier Bar Druck, oder es kommen besondere Leichtlauföle zum Einsatz“, so Flasbarth. „Das senkt natürlich den Verbrauch, hat aber mit der Realität auf der Straße wenig zu tun.“ Auch der erhöhte Spritverbrauch durch Klimaanlagen werde nicht berücksichtigt.
Deshalb fordert das Umweltbundesamt realistische Messungen in ganz Europa. „Wir wollen, dass der NEFZ-Verbrauchswert näher am realen Kraftstoffverbrauch liegt“, so Flasbarth. „Daher unterstützen wir den Vorstoß der UN-Wirtschaftskommission für Europa (UN-ECE), ein neues Prüfverfahren zu erarbeiten. Daran sind wir auch beteiligt.“ Die neue UN-ECE-Norm solle bis Ende nächsten Jahres vorliegen und dann weltweit gelten. „Das neue Verfahren wird näher an realen Verbräuchen liegen“, verspricht Flasbarth. „Abweichungen im Detail sind natürlich möglich, denn der Fahrer beeinflusst durch sein Fahrverhalten den Verbrauch entscheidend.“
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